Juni 2010 - Der Mensch , ein Ausdauersportler
Monday, July 05, 2010 11:54:01 AM
Über Millionen von Jahren ist der menschliche Organismus auf Überleben trainiert worden. So haben unsere Vorfahren ihre Ernährung größtenteils nur dadurch sichern können, dass sie mit einer ausdauernden Leistung wesentlich schnellere Tiere tagelang verfolgten, bis diese schließlich erschöpft gestellt werden konnten. Heute ist dies anders. Wir fahren mit dem Auto in den Supermarkt, wo wir alles im Überfluss vorfinden, oder wir bestellen bequem vom Computer aus beim nächsten Pizzaservice.
Die Folgen: Unsere vererbten Stoffwechselfunktionen geraten aus der Balance. Neben Fettstoffwechselstörungen und ihre Folgen zeichnet sich eine inflationär verbreitende Krankheit ab, die Depressionen. Wissenschaftliche Studien sehen eine Ursache im Mangel vom Neurotransmitter (Stoffe, die Informationen von einer Gehirnregion zur anderen vermitteln) Serotonin im Gehirn. Serotonin wirkt sich stimmungsaufhellend auf den Organismus aus. Diesem Botenstoff hat dieser Effekt übrigens auch den Beinamen "Glückshormon" eingebracht. Die Konsequenz! Zurück zu den Wurzeln. Drei bis viermal die Woche moderat betriebener Ausdauersport wirkt antidepressiv. Ausdauersport lässt den Serotonin-Spiegel ansteigen. Laufen, Radfahren, Walken (auch ohne Stöcke) oder Schwimmen haben somit einen stimmungsaufhellenden bzw. stimmungsstabilisierenden Effekt. Am sinnvollsten üben Sie Ausdauersport in der frischen Natur aus. Tageslicht und Sonnenschein haben zusätzlich einen positiven Einfluss auf den Serotoninspiegel.
Wiesbaden, Juni 2010; Dr. Dieter Breithecker