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Haltungsschäden und Osteoporose vorbeugen 

March 2010

Zwar empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Milch für Wachstum und Knochenbildung aber gleichzeitig behaupten viele Ernährungsberater Kuhmilch sei für den für den menschlichen Verzehr nicht geeignet. Diese Aussagen reihen sich ein, in die meist widersprüchlichen und dogmatischen Ernährungsappelle, die viele verantwortungsvolle Eltern nur verunsichern. Die Appelle berücksichtigen meist nicht, dass keine Behauptung pauschal für sich alleine stehen kann, genauso so wenig wie Sport ist gesund. Geschmäcker sind verschieden, Kinder mögen und benötigen andere Speisen als Erwachsene. Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Physiologie und ungleich körperlich aktiv haben einen divergierenden Energiebedarf.
Fakt ist auf jeden Fall, dass das Kindes- und Jugendalter sich durch hochsensible biologische Ausdifferenzierungsprozesse auszeichnet. In diesem Zusammenhang gilt zu betonen, dass zu dieser Zeit das Spitzenwachstum der Knochenmasse erreicht wird, obgleich das Wachstum auch nach der Jugendperiode anhält und bis in die dritte Lebensperiode reicht. Das Skelett enthält mindestens 99 % des im Körper eingelagerten Kalziums. Das gesamte Kalzium, das für die Skelettbildung benötigt wird, muss durch die Nahrung zugeführt werden. Speziell Milchprodukte weisen eine hohe Konzentration an Kalzium auf. Ernährt man sich während des Tages zu verschiedenen Mahlzeiten mit Milchprodukten wie Milch, Joghurt oder Käse, kann die empfohlene Kalziummenge leicht aufgenommen werden. Grundschüler benötigen täglich mindestens 900 mg Kalzium (¼ Milch = 300 mg Kalzium).
Auch körperliche Aktivitäten sind wesentlich, um den Knochenaufbau und -erhalt zu stimulieren. Tägliche (!) körperliche Aktivitäten wie Rad fahren, klettern, balancieren, hangeln und hängen, Ballspiele, etc. helfen, die Knochenmasse und -dichte aufzubauen. Trifft man die richtigen Entscheidungen für eine richtige Ernährungsweise und einen richtigen Lebensstil schon in den frühen Jahren, werden junge Menschen ein gesundheitsförderndes Verhalten für ihr ganzes Leben entwickeln.
Eine ungenügende Kalziumversorgung, gepaart mit zunehmendem Bewegungsmangel, stellt dagegen ein erhebliches Risiko für einen stabilen Knochenaufbau dar. Die Folge: bereits bei geringen Belastungen, wie beispielsweise beim Tragen zu schwerer Schulranzen oder längeren statischen Sitzzeiten kann es zu Knochendeformationen und irreversiblen Haltungsschäden kommen. Auch die Entstehung von Osteoporose wird dadurch begünstigt.

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