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    <title>Blog</title>
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    <item>
      <title>Das „reizende Büro“</title>
      <description><![CDATA[<p>
	<strong><span style="font-size: 16px; ">Veröffentlichungen</span></strong><br />
	<span style="font-size: 12px; ">O<span class="Apple-style-span" style="line-height: 23px; ">ktober</span><span class="Apple-style-span" style="line-height: 23px; "> 2011&nbsp;-<a href="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Dokumente/Arbeitswelt/2011_dasrezendebuero_zusammenfassung.pdf">&nbsp;Das </a><a href="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Dokumente/Arbeitswelt/2011_dasrezendebuero_zusammenfassung.pdf">reizende </a><a href="javascript:void(0)/*386*/">Büro</a>&nbsp;-&nbsp;</span></span><span class="Apple-style-span" style="line-height: 19px; "><b><strong><span style="font-size: 14px; "><span class="Apple-style-span" style="font-size: 12px; font-weight: normal; "><strong><span style="font-size: 14px; "><span class="Apple-style-span" style="font-size: 12px; font-weight: normal; "><img alt="" class="pdf_icon" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/skins/haltungundbewegung/pdficon_large.gif" style="border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; position: relative; bottom: -7px; margin-left: 5px; margin-right: 5px; text-decoration: none; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; width: 32px; height: 32px; " /></span></span></strong></span></span></strong><span><strong><span class="Apple-style-span" style="line-height: 19px; font-weight: normal; "><a href="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Dokumente/veranstaltungen/programm_anmeldung19.05.2011.pdf" style="color: rgb(232, 83, 17); text-decoration: none; ">&nbsp;</a></span></strong></span></b></span><span class="Apple-style-span" style="line-height: 19px; "><b><span><strong><span class="Apple-style-span" style="line-height: 19px; font-weight: normal; ">[PDF | 1,3 &nbsp;MB]</span></strong></span></b></span></p>
<p>
	<br />
	Die Büroarbeitsplatzgestaltung befindet sich in einem grundlegendem Wandel. Ein Paradigmenwechsel hinsichtlich der noch weit verbreiteten und auf traditionellem Gedankengut basierenden „Doktrin“ vom „richtigen“, dem rückenschonenden Sitzen gilt es dabei zu vollziehen. <em>Die Spezies Mensch, die immer noch die Gene des Sammlers und Jägers in sich trägt ist nicht für längeres Sitzen geschaffen sondern für die Bewegung.</em></p>
<p>
	&nbsp;</p>
<p style="padding: 0pt; margin: 0pt;">
	<img alt="" class="ImageLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/Y4J8214.jpg" style="width: 320px; height: 442px;" /></p>
<p>
	Lust auf Sitzen – Lust auf Arbeiten? Um dieses hehre Ziel zu erreichen, setzt das „reizende Büro“ auf mehr Bewegung im Büroalltag. Es orientiert sich an den lebendigen Bedürfnissen und Erwartungen einer intelligenten Geist-Körper-Einheit.&nbsp; Die hier zum Tragen kommende Reizsetzung konzentriert sich auf die vestibulär-propriozeptive Sensorik <sup>1</sup> (Sensomotorik). Sie ist unter anthropologischen Gesichtspunkten bedeutend und gewährleistet einen wichtigen Ausgleich zu den im heutigen (Büro-) Alltag überbelasteten optischen und akustischen Sinnesorganen. Ein Mehr an Bewegung bringt den Menschen in die Balance, weil die Sinne sich in Balance befinden.<br />
	<br />
	Der Mensch ist ein <strong>Sinnes- und Bewegungswesen</strong>. Seine biologischen Funktionen sind seit Jahrmillionen von Jahren auf Gehen, Klettern, Hangeln sowie auf diverse Wechselhaltungen wie Liegen oder Kauern auf dem Boden trainiert. Diese Errungenschaften bürgen für optimale körperliche-geistige und psychische Funktionen - aber eben nur, solange ein Individuum regelmäßig in Bewegung bleibt. Biologische Funktionen benötigen komplexe Reize zur Eigenstärkung. Deshalb gilt es die körpereigenen Kompetenzen moderat zu fordern um sie zu fördern. Statik dagegen bedeutet Stillstand.</p>
<div style="clear: left;">
	<p>
		<br />
		<span style="font-size:14px;"><strong>Bewege Deinen Körper und Dein Geist wird Dir folgen</strong></span><br />
		Unsere körperliche und geistige Beweglichkeit basiert auf „Haltungswechsel“ und Bewegung. Die Körperhaltung des Menschen, und damit die sehr beweglich zueinander stehenden Körpersegmente, ist stets das aktive Produkt eines genau abgestimmten senso-neuro-muskulären Zusammenspiels. Haltung ist also mitnichten ein statischer Zustand und sollte auch nicht in einer statischen Sitz- bzw. Arbeitshaltung münden. Haltungswechsel und Bewegung zulassen und nicht verhindern ist das oberste Ziel für eine vitale Geist-Körper-Einheit.<br />
		<br />
		<strong>Der (Arbeits-) Raum als „Bewegungsverführer“</strong>. Räume und deren Ausstattung können ein bestimmtes Bewegungsverhalten nahe legen, Handeln unterstützen oder behindern. Das im „reizenden Büro“ zum Tragen kommende Raumkonzept setzt darauf, dass Menschen ihren unterschiedlichen, ureigenen motorischen „Fingerabdruck“ auch in der Diversifikation verschiedenster Arbeitshaltungen sowie bewegter Verhaltensweisen zum Ausdruck bringen können. Die hier aufgezeigten „Tools“ eröffnen eine größere Bewegungsvielfalt und damit die Option für variable Bewegungsmöglichkeiten.</p>
	<h3>
		<span style="font-size:14px;">A Lebendiges Sitzen</span></h3>
	<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="VideoLinks" style="background-image: url(&quot;/flowplayer/flowplayer.jpg&quot;); background-repeat: no-repeat; background-position: center center;">
		<tbody>
			<tr>
				<td>
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<script>
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		</script>					</p>
				</td>
			</tr>
		</tbody>
	</table>
	<p style="padding: 0pt; margin: 0pt;">
		Der sitzende Mensch sollte in einer Beziehung zu seinem Stuhl stehen können. Stuhl und die natürlich-dynamischen Funktionen des Organismus stellen ein System dar. Das natürliche und damit lebendige (Sitz-) Verhalten wird dabei unterstützt und nicht behindert. Dreh- und Angelpunkt hierfür ist eine freifließende und von der Synchronmechanik losgelöste Sitzfläche (3-D-Bewegung) zur Förderung der Beckendynamik.&nbsp; Dadurch ausgelöst ergibt sich als funktionelle Einheit ein koordiniertes Zusammenspiel der Segmente von Becken, Beine, Wirbelsäule, Schulter und Kopf. Das natürliche und individuelle Sitzverhalten entfaltet sich quasi reflektorisch als sensomotorische Reaktion infolge der beweglichen Sitzfläche.</p>
	<p>
		Darüber hinaus stabilisiert die Sitzfläche sich automatisch in den Sitzwinkeln, die der Körper bevorzugt oder die Arbeitsaufgaben erfordern.</p>
	<div style="clear: left;">
		<h3>
			<span style="font-size:14px;">B Stehen wie auf Wolken</span></h3>
		<img alt="" class="ImageLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/image005.jpg" style="width: 320px; height: 240px;" /> Bei stehenden Tätigkeiten erweist sich ein harter Fußboden als nicht so angenehm wie ein weicher. Hier können spezielle elastische Bodenmatten (Spezialschaumstoff) Abhilfe schaffen. Ihre weiche, elastische Struktur vermittelt nicht nur ein angenehmes, wohltuendes Gefühl (Bitte Schuhe ausziehen!) sondern die auf den Matten in die Wege geleitete Fußaktivität trainiert die Beinvenen und fördert taktil-propriozeptive Wirkmechanismen.
		<div style="clear: left;">
			<br />
			<h3>
				<span style="font-size:14px;">C Zwischen Sitzen und Stehen</span></h3>
			<img alt="" class="BildLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/image006.jpg" style="width: 320px; height: 213px;" /> Es sind vor allem solche Sitz-, Stehhilfen zu empfehlen, die Sitzpositionen in verschiedenen Höhen zulassen, die eine ergonomische Vorneigung der Mittelsäule aufweisen in der man ein Teil des Körpergewichts an die Sitz-Steh-Hilfe abgibt und den Rest mit den Beinen trägt. Die Mechanik der Sitz-, Stehhilfe gewährleistet – die erwähnte - frei fliesende Beckendynamik bei guter progressiver Dämpfung, damit eine harmonische freie Bewegungen des Beckens in alle Richtungen gewährleistet ist.
			<p class="zeroSpace">
				Bei deutlich geöffnetem Sitzwinkel und der dadurch gewährleisteten Druckentlastung der inneren Organe (Bauchraum, Lunge) werden durch intrinsisch gesteuerte Bewegungshandlungen die wichtigsten Funktionen eines lebendigen Organismus auf natürliche Weise aktiviert (Haltungs- und Bewegungssystem, Herz-Kreislaufsystem, Gehirnstoffwechsel, innere Organe).</p>
			<h3>
				<br />
				<span style="font-size:14px;">D Schwingen Sie sich zur Höchstleistung</span></h3>
			<p class="zeroSpace">
				<a href="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/bilder/Arbeitswelt/_Y4J7912.jpg" rel="gb_imageset[bag]" title="Balancieren. Fordern und fördern in wackeligen Situationen"><img class="BildLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/bilder/Arbeitswelt/_Y4J7912.jpg" style="width: 320px;" /></a></p>
			<p class="zeroSpace">
				Ein Trampolin im Büro ist zuerst einmal ungewöhnlich. Der körperlich-geistige Nutzen für alle Mitarbeiter ist allerdings signifikant. Es handelt sich auch um kein klassisches Minitrampolin. Die hier zum Tragen kommenden elastischen, schwingungsempfindlichen Gummibänder ermöglichen besonders gelenkschonende, das komplexe Haltungssystem fördernde Schwungübungen. Der entscheidende Nutzen aber liegt in der hohen Stimulation unserer vestibulär-propriozeptiven Funktionen. Es gibt heute ausreichende wissenschaftliche Erkenntnisse über die Bedeutung dieser Reizsetzung. Sie stellen eine wichtige Basis für die Hirnplastizität (Form- und Anpassungsfähigkeit des Gehirns) dar. Sie verbessern insgesamt das Stoffwechselmilieu und sorgen im speziellen für ein besseres Anpassungs- und Verarbeitungsniveau im Gehirn. Wie Wissenschaftler in den letzten Jahren aufgrund moderner bildgebender Verfahren belegen konnten, tragen sensomotorische Reize dazu bei, dass die Hirnareale - derart komplex beansprucht - neurotrope (nervenzellschützende) Stoffe freisetzen, wodurch die Verschaltung und Erhaltung neuronaler Strukturen gewährleistet und der Nervenstoffwechsel gefördert wird. Dies ist die Voraussetzung für kognitive Höchstleistungen. Also immer wieder einmal aufstehen und schwingen oder noch besser: Schwingen Sie regelmäßig während des Telefonierens.</p>
			<div style="clear: left;">
				<br />
				<span style="font-size:14px;"><strong>5000 Schritte sind das tägliche Ziel</strong></span><br />
				<br />
				Und diese Verhaltenstipps führen zu mehr erforderlicher Alltagsmotorik. Sie stocken damit Ihr tägliches „Schrittkontingent“ auf:<br />
				<br />
				10 Tipps für mehr Bewegung im Büroalltag
				<ul>
					<li>
						&nbsp;&nbsp;&nbsp; Meetings/Konferenzen in Räumen durchführen ohne Stühle dafür Stehpulte</li>
					<li>
						&nbsp;&nbsp;&nbsp; Besprechungen und Telefonate weitestgehend im Stehen oder dabei Auf- und Abgehen.</li>
					<li>
						&nbsp;&nbsp;&nbsp; Verzichten Sie auf Aufzüge und Rolltreppen und nehmen stattdessen die Treppe.</li>
					<li>
						&nbsp;&nbsp;&nbsp; Holen Sie Dinge selbst, statt diese sich mitbringen zu lassen</li>
					<li>
						&nbsp;&nbsp;&nbsp; Richten Sie es ein, dass Sie zum Kopieren, Ausdrucken und ähnlichen Tätigkeiten ihr Büro verlassen müssen.</li>
					<li>
						&nbsp;&nbsp;&nbsp; Überlegen Sie sich einen „bewegten“ Weg zur Arbeit (zu Fuß, mit dem Fahrrad, eine U-Bahn / Bus Station früher aussteigen, den Parkplatz für das Auto ca. 10 Minuten vom Arbeitsplatz entfernt wählen.</li>
					<li>
						&nbsp;&nbsp;&nbsp; Praktizieren sie kurze / längere Spaziergänge in der Pause / zu Hause</li>
					<li>
						&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn Sie über etwas Nachdenken müssen, gehen Sie ein paar Schritte. Das hilft!</li>
					<li>
						&nbsp;&nbsp;&nbsp; Organisieren Sie Ihre Arbeitsabläufe so, dass Wege entstehen, z. B. Verlagerung des Druckers und des Kopierers in einen anderen Raum, Mitarbeiter persönlich aufsuchen, anstatt eine E-Mail zu versenden.</li>
					<li>
						&nbsp;&nbsp;&nbsp; Führen Sie Besprechungen während eines Spazierganges im Freien durch.<br />
						&nbsp;</li>
				</ul>
				<hr />
				<p>
					<br />
					<sup>1</sup> Im Körper (Innenohr, Gelenken, Muskeln und Sehnen) ist ein umfangreiches Meldesystem vertreten, das für unser Körper- und Bewegungsgefühl verantwortlich ist.&nbsp; Aktuell müssen wir von einer Dominanz unseres visuellen und akustischen Systems am Gesamtpotenzial der sensorischen Informationen bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben ausgehen. Damit verlagert sich die „Waage der sensorischen Information“ immer mehr zu ungunsten der vestibulär-propriozeptiven Anteile. Die Folgen dieser Fehlsteuerung der Sinneskoordination zeigen sich in mangelnden Verschaltungen der Zentren im Gehirn, was eine im Gleichgewicht stehende körperliche, geistige und psychische Befindlichkeit stört.</p>
			</div>
		</div>
	</div>
</div>
<p>
	<a href="#seitenanfang" style="float: right;">Zum Seitenanfang</a></p>
<br /><a href='http://www.haltungbewegung.de'>Admin</a>]]></description>
      <link>http://www.haltungbewegung.de/das-reizende-büro.aspx</link>
      <comments>http://www.haltungbewegung.de/das-reizende-büro.aspx</comments>
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      <pubDate>Tue, 11 May 2010 09:15:00 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Bewegtes Sitzen – Interview mit Dr. Breithecker</title>
      <description><![CDATA[<p>
	Bundesarbeitsgemeinschaft f&uuml;r Haltungs- und Bewegungsf&ouml;rderung e. V., Wiesbaden, Deutschland - Mai 2008</p>
<div>
	<p>
		<strong>FRAGEN:</strong></p>
	<p>
		<strong>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Bedeutung von k&ouml;rperlicher Bewegung im Bezug auf Lernen und Entwicklung steht im Mittelpunkt Ihrer Arbeit. Warum ist die Bewegung f&uuml;r Kinder wie auch f&uuml;r Erwachsene so wichtig?</strong><strong> </strong></p>
	<p>
		<strong>2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was bewirkt Bewegung f&uuml;r welche K&ouml;rperteile?</strong></p>
	<p>
		<strong>3.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und welche Auswirkungen hat Bewegungsmangel?</strong><strong> </strong></p>
	<p>
		<strong>4.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vor allem Sch&uuml;ler und Studenten, aber auch alle Berufst&auml;tigen, die am Schreibtisch arbeiten, sitzen die meiste Zeit des Tages. Welche Folgen k&ouml;nnten &bdquo;falsche&ldquo; St&uuml;hle f&uuml;r die Gesundheit haben?</strong></p>
	<p>
		<strong>5.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was zeichnet einen Ihrer Meinung nach guten Stuhl aus?</strong><strong> </strong></p>
	<p>
		<strong>6.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was f&uuml;r Effekte auf den K&ouml;rper bewirken St&uuml;hle, die verschiedene Sitzpositionen erm&ouml;glichen?</strong></p>
	<p>
		<strong>7.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Welches sind die wichtigsten Sitzpositionen, die ein Arbeitsstuhl erm&ouml;glichen sollte?</strong></p>
	<p>
		<strong>8.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Stimmt es, dass die Bewegung beim Sitzen eine zentrale Rolle f&uuml;r unsere Gehirnfunktionen spielt? Und weiterf&uuml;hrend f&uuml;r die Motivation beim Lernen?</strong></p>
	<p>
		<strong>9.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gibt es einige konkrete Grunds&auml;tze bez&uuml;glich der Gesundheit, die jeder beim Sitzen beachten sollte?</strong></p>
	<p>
		<strong>10.&nbsp; K&ouml;nnen die richtigen St&uuml;hle dazu beitragen, dass Haltungssch&auml;den bei Kindern vermieden werden, dass R&uuml;ckenschmerzen im Allgemeinen vermieden werden?<br />
		</strong></p>
	<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">
		&nbsp;</p>
	<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 0.0001pt;">
		<b style=""><span style="font-size: 7.5pt; font-family: &quot;Times&quot;,&quot;serif&quot;;">ANTWORTEN:</span><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Times&quot;,&quot;serif&quot;;"> </span></b></p>
	<p>
		<strong>1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a name="1">&nbsp;</a>Die Bedeutung von k&ouml;rperlicher Bewegung im Bezug auf Lernen und Entwicklung steht im Mittelpunkt Ihrer Arbeit. Warum ist die Bewegung f&uuml;r Kinder wie auch f&uuml;r Erwachsene so wichtig?</strong></p>
	<p>
		F&uuml;r die meisten Erwachsenen ist Gesundheit, Fitness sowie einen schlanken K&ouml;rper zu besitzen ein wichtiger Beweggrund f&uuml;r Bewegung und Sport. F&uuml;r Kinder sind diese Attribute keine Triebfeder. Sie bewegen sich aus dem einfachen Grund, weil sie Freude, Spa&szlig; und Lust dabei erfahren wollen. Ganz nebenbei tragen sie damit zu einer ausgewogene Entwicklung von K&ouml;rper, Geist und Seele bei.</p>
	<p>
		Es liegt grunds&auml;tzlich in der Natur des Kindes sich zu bewegen. Hierzu z&auml;hlen insbesondere Grundt&auml;tigkeiten wie rennen, laufen, springen, hangeln, klettern, balancieren etc. Diese Grundt&auml;tigkeiten sind per se erst einmal h&ouml;her einzustufen als einseitige sportliche Bet&auml;tigungen.</p>
	<p>
		Ohne diese nat&uuml;rliche Anlage zur Bewegung ist eine Entwicklung vom unselbst&auml;ndigen S&auml;ugling zu einer selbst&auml;ndigen, selbstbewussten und gesunden erwachsenen Pers&ouml;nlichkeit nur unzureichend m&ouml;glich. Dabei spielen gerade die Bewegungserfahrungen und die Bewegungsm&ouml;glichkeiten in den ersten 11 bis 12 Lebensjahren eine besondere Bedeutung. Die hier erworbenen Qualit&auml;ten stellen bereits die Grundlage f&uuml;r das Erwachsenenalter.</p>
	<p>
		Bewegung kann somit als Grundprinzip eines sich k&ouml;rperlich sowie geistig und seelisch entwickelnden Lebens angesehen werden. F&uuml;r Kinder ist eine t&auml;gliche Bewegungszeit von zwei Stunden t&auml;glich als Minimum zu betrachten.&nbsp;</p>
	<p>
		Von diesem intrinsisch motivierten Bewegungsverhalten der Kinder sollte der Erwachsene lernen. Sich vielseitig auf nat&uuml;rliche Art mit Freude und mit Freunden ohne Zwang zu bewegen - ohne zu starke sportliche oder fitnessbesetzte Ambitionen zu verfolgen - wie z. B. Treppen steigen, Fahrrad fahren, Spazieren gehen, schwimmen aber auch moderat betriebene Freizeitsportarten tragen zu einem ausgewogenen k&ouml;rperlichen, geistigen und seelischen Wohlbefinden bei. Eine Stunde pro Tag sollte f&uuml;r den Erwachsenen das Ziel sein.</p>
	<p>
		<strong>2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a name="2">&nbsp;</a>Was bewirkt Bewegung f&uuml;r welche K&ouml;rperteile?</strong></p>
	<p>
		&bdquo;Die Struktur und die Leistungsf&auml;higkeit eines Organs ist nicht nur abh&auml;ngig von seinem Erbgut, sondern vor allem auch von der Qualit&auml;t und Quantit&auml;t seiner Beanspruchung&ldquo;.</p>
	<p>
		Diese Aussage hat der wohl bekannteste deutsche Sportmediziner und Gesundheitsforscher, Herr Prof. Dr. W. Hollmann, get&auml;tigt. Dies besagt, dass wir Menschen auch heutzutage noch das Erbgut des &bdquo;Sammlers und J&auml;gers&ldquo; in uns tragen. Vor noch nicht allzu langer Zeit vollbrachten die Menschen Tag f&uuml;r Tag athletische H&ouml;chstleistungen, wenn sie Nahrung suchten, wilden Tieren nachstellten oder Unterk&uuml;nfte bauten. Sitzend h&auml;tte der Mensch wohl in der Vergangenheit kaum sein &Uuml;berleben garantieren k&ouml;nnen. So entstand im Laufe der Jahre ein R&uuml;stzeug, das immer weiter vererbt wurde. Es b&uuml;rgt f&uuml;r optimale Abl&auml;ufe im K&ouml;rper - aber eben nur, solange ein Individuum sich regelm&auml;&szlig;ig (t&auml;glich mehrere Kilometer) bewegt.</p>
	<p>
		Hinsichtlich unserer heranwachsenden Generation gilt deshalb beachten, dass ihre Organe, wie die Muskulatur, das Nervensystem, das Knochen- und Herz- Kreislaufsystem nicht mit dem Tag der Geburt in voller Qualit&auml;t vorhanden sind. Diese reifen zwar nach einem festgelegten genetischen Plan. Die Qualit&auml;t ihrer Entwicklung und damit auch die ihrer Funktionst&uuml;chtigkeit/Leistungsf&auml;higkeit h&auml;ngt wiederum von dem Ma&szlig; der k&ouml;rperlichen Beanspruchung ab. So wird zwar im Laufe des Heranwachsens ein Muskel in seiner L&auml;nge und Breite zunehmen (Reifung), inwieweit aber dieser Muskel seine ihm zugedachten Aufgaben qualitativ gerecht werden kann, wie z. B. den K&ouml;rper gegen die Anziehungskraft der Erde aktiv aufzurichten (gesunde Haltungsentwicklung) oder ihn im Zusammenspiel mit anderen Muskeln zielgerichtet zu bewegen, das wiederum h&auml;ngt davon ab, ob er ausreichend Reize erh&auml;lt, wie dies z. B. beim Klettern, H&auml;ngen oder Hangeln der Fall ist. Ebenso muss das Herz-Kreislauf-Atemsystem ausdauernden Belastungen ausgesetzt sein wie beispielsweise beim l&auml;ngeren laufen, toben oder schwimmen. Die Hirnreifung wird prim&auml;r durch komplexe Bewegungen wie beim balancieren oder jonglieren in ihrer Entwicklung unterst&uuml;tzt. Was f&uuml;r den Heranwachsenden f&uuml;r den Aufbau seiner organischen Funktionen wichtig ist, ist f&uuml;r den Erwachsenen f&uuml;r den Erhalt von Bedeutung. Deswegen sollten l&auml;ngere passive und statische Sitzzeiten vermieden werden.</p>
	<p>
		<em>Der Heranwachsende braucht zum Aufbau seiner Gesundheit mehr Bewegung als der Erwachsenen zum Erhalt der Gesundheit!</em></p>
	<p>
		<strong>3.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a name="3">&nbsp;</a>Und welche Auswirkungen hat Bewegungsmangel?</strong></p>
	<p>
		Das senso-neuro-muskul&auml;re und skelettale System ist seit Jahrmillionen von Jahren auf Gehen, Klettern, Hangeln sowie auf diverse Wechselhaltungen wie Liegen oder Kauern auf dem Boden trainiert (siehe auch 2). Deswegen funktionieren auch all unsere Organe nur, wenn dieses Grundprinzip nicht st&auml;ndig missachtet wird. Bewegungsmangel sowie schulische als auch berufliche Arbeitsplatzanforderungen mit &uuml;berwiegend sitzender T&auml;tigkeit und den damit h&auml;ufig in Verbindung stehenden statisch-passiven Belastungen sind in unserer Genetik noch ebenso wenig eingepreist wie einseitige repetitive motorische Abl&auml;ufe.</p>
	<p>
		Die Folge: die Leistungsf&auml;higkeit unserer Organsysteme nimmt deutlich ab und die so genannten Bewegungsmangelkrankheiten beeintr&auml;chtigen z. T. sehr schmerzlich unsere Lebensqualit&auml;t.</p>
	<p>
		Pointiert formuliert &bdquo;bewegt&ldquo; der Mensch sich von Kindesbeinen an schleichend in eine (Sitz-) Tr&auml;gheitsfalle mit weit reichenden Folgen, die wir Zivilisationskrankheiten nennen oder anders formuliert: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
	<p>
		&bdquo;das Blut staut sich in seinen Blutgef&auml;&szlig;en,</p>
	<p>
		das Kalzium schwindet aus seinen Knochen,</p>
	<p>
		der Geist weicht aus seinem Gehirn,</p>
	<p>
		die F&auml;kalien t&uuml;rmen sich in seinem Darm,</p>
	<p>
		das Fleisch verfault an seinem Hintern,</p>
	<p>
		der Lebensmut weicht aus seiner Seele&ldquo;.</p>
	<p>
		<strong>4.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a name="4">&nbsp;</a>Vor allem Sch&uuml;ler und Studenten, aber auch alle Berufst&auml;tigen, die am Schreibtisch arbeiten, sitzen die meiste Zeit des Tages. Welche Folgen k&ouml;nnten &bdquo;falsche&ldquo; St&uuml;hle f&uuml;r die Gesundheit haben?</strong></p>
	<p>
		F&uuml;r den Sitzberufler von heute - und dazu z&auml;hlen auch schon die Schulkinder &ndash; stellt einerseits die Zeitdauer des Sitzens sowie andererseits die das menschliche Bed&uuml;rfnis nach Bewegung blockierende Sitzphilosophie ein gesundheitliches Problem gr&ouml;&szlig;eren Ausma&szlig;es dar.</p>
	<p>
		Die &uuml;blicherweise mit einem rechwinkeligen H&uuml;ftknick geforderte aufrechte, lendenlordosengest&uuml;tzte Sitzhaltung auf daf&uuml;r normierten St&uuml;hlen weist zwei entscheidende Fehler auf: Erstens kann man aus dieser hinteren Sitzhaltung heraus nicht vern&uuml;nftig T&auml;tigkeiten an einem Tisch nachgehen. Zweitens geht sie vom Grundgedanken einer statisch-passiv verstandenen Entlastung der Wirbels&auml;ule bzw. des R&uuml;ckens aus, indem die R&uuml;ckenlehne m&ouml;glichst die ihr zugedachte Aufgabe einer (Beckenkamm-) R&uuml;ckenst&uuml;tze &uuml;bernimmt. Diese auf einem pathogenetischen Gesundheitsdenken basierende Sitzphilosophie zwingt den Menschen geradezu in eine statisch passive Sitzhaltung. Die nat&uuml;rlich-dynamischen Mechanismen des menschlichen Organismus k&ouml;nnen nicht l&auml;ngere Zeit in einer statischen Position - gekipptes und fixiertes Becken bei aufrechter Sitzhaltung - verharren. Diese rein mechanische Sichtweise vergisst, dass die menschliche (Sitz-) Haltung nur bei tiefer Bewusstlosigkeit unver&auml;ndert, ansonsten aber die (Sitz-) Haltung das momentane Ergebnis einer st&auml;ndigen Bewegung ist. Wird Haltung, auch die Sitzhaltung, als statische Komponente dem dynamischen Geschehen der Bewegung gegen&uuml;bergestellt, erfolgt damit eine unzul&auml;ssige Reduzierung. Haltung und Bewegung sind nicht - wie vielfach missverstanden - Gegens&auml;tze im Sinne von Statik und Dynamik, sondern m&uuml;ssen als Einheit betrachtet werden. Bewegung ist ohne die stabilisierenden Elemente der haltungssichernden Systeme des Organismus nicht denkbar. Demgegen&uuml;ber ist Haltung nie etwas Starres. Jede K&ouml;rperhaltung wird fortlaufend durch eine Vielzahl differenzierter Bewegungsimpulse stabilisiert: Haltung ist Bewegung! Das impliziert auch die Sitzhaltung.</p>
	<p>
		Missachtet man diese haltungsphysiologische Gesetzm&auml;&szlig;igkeit kommt es aufgrund der statischen Sitzhaltung schon nach kurzer Zeit zu einem unausweichlichen &bdquo;In-Sich-Zusammensacken&quot; der sehr beweglich aufgebauten K&ouml;rpersegmente. Da hilft auch nur bedingt eine als &bdquo;dynamisches Sitzen&ldquo; beworbene Synchronmechanik, die zwar die H&uuml;ftgelenke bewegt aber nicht die komplexen Strukturen der Wirbels&auml;ule.</p>
	<p>
		<strong>5.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a name="5">&nbsp;</a>Was zeichnet einen Ihrer Meinung nach guten Stuhl aus?</strong></p>
	<p>
		Im Mittelpunkt der ergonomischen Anforderungen an einen Arbeitsstuhl standen bisher anthropometrische Kriterien, die beispielsweise Sitzh&ouml;he, Sitztiefe, Lendenlordosenh&ouml;he so definieren, dass sie den K&ouml;rperma&szlig;en von mindestens 95 Perzentil der Menschen entsprechen. Leider gibt es zu den genormten St&uuml;hlen nur noch nicht die genormten Menschen. Der Mensch ist keine starre Ma&szlig;einheit, die man normieren kann. Es entspricht der anthropologischen Grundannahme, dass der Mensch ein Bewegungswesen ist.</p>
	<p>
		Ein dem lebendigen Menschen dienlicher Stuhl muss ein St&uuml;ck &bdquo;Freiheit zur Bewegung&ldquo; bedeuten, und hier ist insbesondere die Freistellung des Beckens angesprochen. Die aktiv-dynamischen Mechanismen des K&ouml;rpers im Sitzen k&ouml;nnen sich nur bei labilem Gleichgewicht des Beckens frei entfalten. Wir k&ouml;nnen uns nicht nur bewegen, wir m&uuml;ssen uns bewegen. Denn auf eines ist das Erfolgsmodell Homo sapiens gar nicht eingestellt: Bewegungsmangel und stundenlanges Sitzen mit Stilllegung des Beckens auf einer starren Sitzfl&auml;che.</p>
	<p>
		Der &bdquo;lebendige&ldquo; Mensch steht in einer Beziehung zu seinem Stuhl, der sein nat&uuml;rliches und damit gesundes Handeln unterst&uuml;tzt und nicht behindert. Mensch und Stuhl bilden eine Einheit. Die nat&uuml;rlichen und f&uuml;r den &bdquo;Ganzen Menschen&ldquo; wichtigen rhythmische Be- und Entlastungswechsel werden nicht mehr gebremst, sondern gef&ouml;rdert&nbsp; &ndash; kontinuierlich und wirkungsvoll.</p>
	<p>
		<strong>6.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a name="6">&nbsp;</a>Was f&uuml;r Effekte auf den K&ouml;rper bewirken St&uuml;hle, die verschiedene Sitzpositionen erm&ouml;glichen?</strong></p>
	<p>
		Der gesunde Organismus verf&uuml;gt zu seinem Selbstschutz &uuml;ber ein hochsensibles Reflexsystem, welches ihn regelm&auml;&szlig;ig zu rhythmischen Be- und Entlastungen der an der Haltung beteiligten passiven und aktiven Systeme animiert. Der gleichm&auml;&szlig;ige und unbewusste Belastungswechsel zwischen Spielbein und Standbein bei einem frei stehenden Menschen macht dies deutlich.</p>
	<p>
		Auch beim Sitzen sollte dieses wichtige dynamische Verhalten zum Tragen kommen. Solange die muskul&auml;re Balance der Nacken-, Schulter- und Rumpfmuskulatur im Sitzen dynamisch gehalten wird, ist ein haltungsphysiologisches Sitzen gew&auml;hrleistet. Die Gliederkette der Wirbelk&ouml;rperreihe funktioniert im Sitzen nur bei labilem Gleichgewicht des Beckens.</p>
	<p>
		Ein Stuhl mit einer sich dem Becken anpassbaren Sitzfl&auml;che bildet eine Einheit mit dem auf rhythmische Be- und Entlastungswechsel angewiesenen aktiven und passiven (Sitz-) Haltungssystem. Die nat&uuml;rlichen Bewegungsimpulse werden nicht mehr gebremst, sondern gef&ouml;rdert&nbsp; &ndash; kontinuierlich und wirkungsvoll. Dadurch werden</p>
	<ul>
		<li>
			die Wirbels&auml;ulenschwingungen regelm&auml;&szlig;ig ver&auml;ndert,</li>
		<li>
			die Bandscheiben permanent mit N&auml;hrstoffen versorgt,</li>
		<li>
			die komplexen R&uuml;ckenmuskeln stimuliert,</li>
		<li>
			die &uuml;ber 100 Gelenke an der Wirbels&auml;ule in Bewegung gehalten</li>
		<li>
			die Blutzirkulation und damit Sauerstoffversorgung optimiert</li>
		<li>
			die Hirnstoffwechselprozesse und damit Aufmerksamkeit und Konzentration aufrechterhalten.</li>
	</ul>
	<p>
		<strong>7.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a name="7">&nbsp;</a>Welches sind die wichtigsten Sitzpositionen, die ein Arbeitsstuhl erm&ouml;glichen sollte?</strong></p>
	<p>
		Eine sich im Zuge sitzender T&auml;tigkeiten den nat&uuml;rlichen Anforderungen anpassender Arbeitsstuhl unterst&uuml;tzt nicht nur das nat&uuml;rliche tempor&auml;re Bed&uuml;rfnis nach Bewegung (rhythmischen Be- und Entlastungswechseln) sondern auch das entspannte Einnehmen einer hinteren, r&uuml;ckenentlastenden Ruhehaltung als auch das aktive und konzentrierte Arbeiten in der vorderen Sitzhaltung. Unter arbeitsmedizinisch-ergonomischem Aspekt ist gerade das Verhalten eines Stuhles in der vorderen Sitzposition von entscheidender Bedeutung, denn unsere Arbeitshaltung im Berufsalltag ist eben nicht &uuml;berwiegend die entspannte Relaxposition. Da K&ouml;rper und Geist immer als eine Einheit auftreten wird gerade bei konzentrierten Arbeitsinhalten der K&ouml;rper in eine innere Anspannung versetzt, die sich in einer aktiven K&ouml;rperhaltung ausdr&uuml;ckt.&nbsp; Finden diese T&auml;tigkeiten zudem an einem Tisch statt, muss die aktive Vorw&auml;rtsbewegung des Oberk&ouml;rpers durch eine sich vorw&auml;rtsneigende Sitzfl&auml;che begleitet werden. Dadurch wird das Becken hinten etwas angehoben und leicht nach vorn gedreht. Es entsteht der so genannte &bdquo;Sitzkeileffekt&ldquo;.</p>
	<p>
		<strong>8.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a name="8">&nbsp;</a>Stimmt es, dass die Bewegung beim Sitzen eine zentrale Rolle f&uuml;r unsere Gehirnfunktionen spielt? Und weiterf&uuml;hrend f&uuml;r die Motivation beim Lernen?</strong></p>
	<p>
		Ein aktiv-dynamische Sitzen erfordert, dass die F&uuml;&szlig;e und Beine unausweichlich in die Bewegung mit einbezogen werden. Dabei wird die Beindynamik einerseits ma&szlig;geblich durch die Mobilit&auml;t/Flexibilit&auml;t der Sitzfl&auml;che bestimmt, wenn beispielsweise unbewusste K&ouml;rpergewichtsverlagerung auf dem Stuhl stattfinden. Andererseits wirkt sich auch jede unbewusste und in tempor&auml;ren Abst&auml;nden notwendige Beinbewegung auf die Stuhldynamik und damit auf die Beckendynamik aus.</p>
	<p>
		Die Aktivit&auml;t der Beine ist besonders gut geeignet, den Kreislauf in Gang zu bringen. Der R&uuml;cktransport des Blutes zum Herzen wird haupts&auml;chlich von den tief liegenden Venen erbracht. Sie sind mit Klappen ausgestattet, die das Blut am R&uuml;ckfluss hindern und die Bef&ouml;rderung gegen die Schwerkraft erm&ouml;glichen. Nur im Zusammenspiel einer st&auml;ndigen Spannung und Entspannung der benachbarten Beinmuskulatur kommt ihre Wirkung (Wadenpumpe) vollst&auml;ndig zur Geltung. Alle Organe, insbesondere auch das Gehirn, werden folglich besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Damit ist konzentriertes Arbeiten l&auml;nger m&ouml;glich.</p>
	<p>
		<strong>9.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a name="9">&nbsp;</a>Gibt es einige konkrete Grunds&auml;tze bez&uuml;glich der Gesundheit, die jeder beim Sitzen beachten sollte?</strong></p>
	<p>
		Unser Leben ist gepr&auml;gt von Mobilit&auml;t. Doch unser K&ouml;rperverhalten besteht fast nur noch aus Sitzen: beim Fr&uuml;hst&uuml;ck, im Auto, im B&uuml;ro, abends in der Kneipe . . . Folglich muss die Zauberformel eines gesunden Sitzverhaltens lauten: &bdquo;Abwechslung und Bewegung&ldquo;.</p>
	<p>
		Ein guter ergonomischer Stuhl muss in der H&ouml;he richtig eingestellt sein, das hei&szlig;t, der H&uuml;ftwinkel muss &gt; 90&deg; betragen sowie ein St&uuml;ck Freiheit zur Bewegung erm&ouml;glichen. Hier sind insbesondere die Freistellung des Beckens und ein damit einhergehender erweiterter Spielraum f&uuml;r die Beine angesprochen. Ab und an sollte auch mal dem K&ouml;rper das &bdquo;L&uuml;mmeln&ldquo; erlaubt werden. Auf jeden Fall z&auml;hlt: So h&auml;ufig wie m&ouml;glich aufstehen und in Bewegung bleiben.&nbsp;</p>
	<p>
		<strong>10.&nbsp; <a name="10">&nbsp;</a>K&ouml;nnen die richtigen St&uuml;hle dazu beitragen, dass Haltungssch&auml;den bei Kindern vermieden werden, dass R&uuml;ckenschmerzen im Allgemeinen vermieden werden?</strong></p>
	<p>
		Ergonomische St&uuml;hle werden f&uuml;r sich allein bei Kindern keine Haltungssch&auml;den vermeiden k&ouml;nnen.</p>
	<p>
		Ein ergonomischer &bdquo;Arbeitsplatz&ldquo; f&uuml;r das Kind ist aber ein wichtiger pr&auml;ventiver Baustein, zumal Kinder heute durchschnittlich 10 Std. am Tag sitzend verbringen. Dauersitzen trifft sie zu einem Zeitpunkt, wo entscheidende und hoch sensible wachstumsbedingte Ver&auml;nderungen ihre Reifung und Entwicklung pr&auml;gen.</p>
	<p>
		Haltungssch&auml;den und anderen vielf&auml;ltigen Entwicklungsauff&auml;lligkeiten wie &Uuml;bergewicht oder mangelnde k&ouml;rperlicher Fitness wird am ehesten durch eine bewegte Lebensweise begegnet.</p>
	<p>
		Auch gibt es in der wissenschaftlichen Literatur keine gesicherten Beweise daf&uuml;r, dass durch herk&ouml;mmliche Schulm&ouml;bel Wirbels&auml;ulensch&auml;digungen hervorgerufen werden. Das bedeutet aber nicht, dass durch unangepasste Schulm&ouml;bel sowie langes Sitzen nicht auch Beschwerden entstehen k&ouml;nnen. So z&auml;hlt das Sitzen zu der am h&auml;ufigsten ausl&ouml;senden Ursache f&uuml;r&nbsp; R&uuml;cken- und den Kopfschmerzen. Aus diversen Studien ist bekannt, dass die meisten R&uuml;ckenschmerzen bei Kindern und Jugendlichen w&auml;hrend des Sitzens aufgetreten sind, vor allem wenn die Sitzdauer mehr als 30 Minuten betragen hat. R&uuml;ckenschmerz ist aber nicht immer gleich auch Sch&auml;digung des R&uuml;ckens, auch wenn eine gewisse Logik nicht von der Hand zu weisen ist, dass es gerade bei Kindern und Heranwachsenden im Zuge ihrer sensiblen und kritischen biologischen Ausdifferenzierungsphase zu Vorsch&auml;digungen kommen kann.</p>
	<p>
		Man kann aber Schulm&ouml;bel nicht als allein urs&auml;chlich betrachten. H&auml;ufig treffen wohl mehrere ung&uuml;nstige Faktoren zusammen, wenn R&uuml;cken- oder Kopfschmerzen entstehen. Mehrfach genannt werden z. B.:</p>
	<ul>
		<li>
			Alter, Gewicht, K&ouml;rpergr&ouml;&szlig;e</li>
		<li>
			psycho-soziale Belastungen</li>
		<li>
			zu schwere Schulranzen</li>
	</ul>
	<p>
		&nbsp;</p>
	<p>
		Dr. Dieter Breithecker</p>
	<p>
		Bundesarbeitsgemeinschaft f&uuml;r Haltungs- und Bewegungsf&ouml;rderung e. V.</p>
	<p>
		Wiesbaden, Deutschland. www.bag-haltungundbewegung.de</p>
	<p>
		Quelle: <a href="http://www.varier.de/default.aspx?menu=769&amp;id=401">Variér</a></p>
</div>
<p>
	<a href="#seitenanfang" style="float: right;">Zum Seitenanfang</a></p>
<br /><a href='http://www.haltungbewegung.de'>Admin</a>]]></description>
      <link>http://www.haltungbewegung.de/bewegtes-sitzen-interview-mit-dr-breithecker.aspx</link>
      <comments>http://www.haltungbewegung.de/bewegtes-sitzen-interview-mit-dr-breithecker.aspx</comments>
      <guid isPermaLink="true">http://www.haltungbewegung.de/bewegtes-sitzen-interview-mit-dr-breithecker.aspx</guid>
      <pubDate>Mon, 29 Mar 2010 20:36:36 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Der Mensch ist keine starre Maßeinheit</title>
      <description><![CDATA[<p>
	Der <strong>Bewegungswissenschaftler </strong>und Ergonom Dr. Dieter Breithecker, Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft f&uuml;r Haltungs- und Bewegungsf&ouml;rderung e. V., &uuml;ber richtiges und falsches Sitzen<br />
	<br />
	<em>Herr Dr. Breithecker, Sie wenden sich kritisch gegen die ergonomische &bdquo;Me&szlig;wut&ldquo; und propagieren stattdessen einen erweiterten Ansatz ... </em><br />
	<br />
	Im Mittelpunkt der Ergonomie stehen immer noch anthropometrische Gesichtspunkte, die beispielsweise&nbsp; bei einem Arbeitsstuhl Sitzh&ouml;he, Sitztiefe, Lendenlordosenh&ouml;he so definieren, dass sie den K&ouml;rperma&szlig;en von mindestens <strong>90</strong> Perzentil der Menschen entsprechen. Leider gibt es zu den genormten St&uuml;hlen nur noch nicht die genormten Menschen. Der Mensch ist keine starre Ma&szlig;einheit, die man normieren kann. Deshalb trete ich f&uuml;r eine ganzheitliche Sichtweise des Menschen ein. <strong>Es entspricht der anthropologischen Grundannahme, dass der Mensch ein Bewegungswesen is</strong>t.</p>
<p>
	<em>F&uuml;r Sie ist dabei unser &bdquo;sechster Sinn&ldquo; besonders wichtig ...</em><br />
	<br />
	Wir verf&uuml;gen &uuml;ber ein ganz spezielles <strong>propriozeptives </strong>Sinnessystem <strong>(Tiefensensibilit&auml;t)</strong>. Dieses ist in der Lage, Informationsdaten des K&ouml;pers zu lesen und zu verwerten, wie zum Beispiel die Lage unseres K&ouml;rpers im Raum, die Stellung unserer Gelenke, den Spannungsgrad der Muskulatur. Dieses proriozeptive System ist somit die Basis des fein abgestuften Zusammenspiels unserer Haltungs- und Bewegungsfunktionen.&nbsp; Es ist&nbsp; auch in der Lage, drohendes Ungemach im K&ouml;rper fr&uuml;h zu erkennen und entsprechend zu handeln. Je mehr K&ouml;rper- und Bewegungsgef&uuml;hl ein Mensch besitzt, desto bewusster wird das Spannen und Entspannen der Muskulatur erlebt und desto besser ist er auch in der Lage, seine K&ouml;rperhaltung <strong>&ndash; auch im Sitzen -</strong> zu kontrollieren und gegebenenfalls zu beeinflussen.<br />
	<br />
	K&ouml;rperhaltung ist n&auml;mlich stets das aktive Produkt einer genau abgestimmten Muskelaktivit&auml;t. Wir pendeln immer labil um einen Gleichgewichtszustand, ohne dies eigentlich bewusst wahrzunehmen. Haltung ist also kein statischer Zustand und sollte auch nicht in einer statischen Sitzhaltung m&uuml;nden.<br />
	<br />
	<em>Einer Ihrer Lieblingss&auml;tze lautet: &bdquo;Von Kindern lernen hei&szlig;t von der Natur lernen&ldquo; ...</em><br />
	<br />
	Richtig. Diese etwas pointiert formulierte These beruht auf der Tatsache, dass das Verhalten der Kinder nat&uuml;rlich - also Natur &ndash; ist. Ihr von der Natur gegebenes Bewegungsverhalten,&nbsp; beispielsweise st&auml;ndig in die Pf&uuml;tze zu springen, zu matschen, auf B&auml;ume zu klettern oder auf St&uuml;hlen zu kippeln, hat nur eine Bestimmung: Kinder organisieren damit den qualitativen Verlauf ihrer organischen Entwicklung.<br />
	<br />
	<em>Das bedeutet konkret?</em><br />
	<br />
	Das nat&uuml;rliche Sitzverhalten von Kindern sollte uns hinsichtlich der Ausgestaltung physiologischer Sitzverh&auml;ltnisse inspirieren. Ihr nat&uuml;rliches K&ouml;rperverhalten - und vor allem das von uns Erwachsenen st&auml;ndig fehlinterpretierte Sitzverhalten auf starren St&uuml;hlen - ist beispielhaft. Diese&nbsp; gesunde Bewegungsunruhe ist ein absolutes Muss, damit K&ouml;rper, Geist und Seele sich harmonisch entwickeln k&ouml;nnen.&nbsp;<br />
	<br />
	Von diesem Verhalten k&ouml;nnen und m&uuml;ssen wir Erwachsene lernen. Gerade Menschen, die ihren Beruf vorwiegend im Sitzen aus&uuml;ben, ben&ouml;tigen auch w&auml;hrend ihres sitzenden Alltages analog der kippelnden Kinder regelm&auml;&szlig;ige rhythmische Be- und Entlastungswechsel. Diese nat&uuml;rlichen k&ouml;rperlichen Aktivit&auml;ten sind ein entscheidender Impuls zu mehr Wohlbefinden und Produktivit&auml;t. <strong>Aber versuchen Sie mal als Erwachsener, auf einem B&uuml;rostuhl zu kippeln.</strong> Zwar bewerben die meisten Hersteller ihre St&uuml;hle mit dem Schlagwort &bdquo;dynamisches Sitzen&ldquo;, bei einer genaueren Analyse muss man allerdings feststellen, dass eine Bewegung hier nur in den H&uuml;ftgelenken stattfindet.&nbsp;&nbsp;<br />
	<br />
	<em>Das reicht nicht aus?</em><br />
	<br />
	Auf keinen Fall. Erst durch eine frei flie&szlig;ende und sich automatisch an die nat&uuml;rlichen-dynamischen Mechanismen des Organismus anpassende Sitzfl&auml;che findet die notwendige Dynamik in den haltungsphysiologischen Strukturen statt. Aus anthropologisch-ergonomischer Sicht ist daher eine &bdquo;Free-Float-Mechanik&ldquo; unter den Bedingungen eines 8-Stunden-B&uuml;roarbeitstages den Arbeitsst&uuml;hlen mit einfacher Synchronmechanik klar &uuml;berlegen.<br />
	<br />
	Die durch das Sitzen auf einem B&uuml;rodrehstuhl mit Free-Float-Mechanik erm&ouml;glichten und inspirierten Sitzhaltungswechsel mit einhergehendem dynamischen Spiel des Beckens und gleichzeitig animierter Fu&szlig;- sowie Beindynamik erzeugen neben einer kontinuierlichen Blutversorgung auch eine propriozeptive Stimulation. Die von den Gelenk-, Sehnen- und Muskelrezeptoren ausgehenden Meldungen werden an das Gehirn weitergeleitet. Damit wird nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Konzentrationsf&auml;higkeit sowie die produktive Leistung des Mitarbeiters positiv beeinflusst.&nbsp;<br />
	<br />
	<em>Ihr Fazit?</em><br />
	<br />
	Da Bewegungsmangel und sitzende Verhaltensweisen in allen Altersgruppen eher zunehmen, d&uuml;rfen die anthropologischen Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten nicht l&auml;nger durch statisch-passiv ausgerichtete ergonomische Standards blockiert werden. Wir brauchen ergo-dynamische&ldquo; L&ouml;sungen - Sitzm&ouml;bel, die sich dem Bewegungsbed&uuml;rfnis des Menschen anpassen und nicht umgekehrt. Und wir brauchen eine Ergonomie, die die Ganzheitlichkeit des Menschen in den Mittelpunkt r&uuml;ckst und nicht <strong>nur </strong>seine K&ouml;rperma&szlig;e.<br />
	&nbsp;</p>
<br /><a href='http://www.haltungbewegung.de'>Admin</a>]]></description>
      <link>http://www.haltungbewegung.de/der-mensch-ist-keine-starre-maßeinheit.aspx</link>
      <comments>http://www.haltungbewegung.de/der-mensch-ist-keine-starre-maßeinheit.aspx</comments>
      <guid isPermaLink="true">http://www.haltungbewegung.de/der-mensch-ist-keine-starre-maßeinheit.aspx</guid>
      <pubDate>Mon, 29 Mar 2010 20:29:44 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Körperliche und geistige Gesundheit braucht einen „Haltungswechsel“</title>
      <description><![CDATA[<p>
	<b><span>Zusammenfassung</span></b></p>
<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" class="VideoLinks" style="background-image: url(&quot;/Flowplayer/flowplayer.jpg&quot;); background-position: center center; background-repeat: no-repeat;">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
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    }
});
		</script></p>
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>
<p style="margin: 0pt; padding: 0pt;">
	Dieser Beitrag steht f&uuml;r einen grundlegenden Paradigmenwechsel hinsichtlich der noch weit verbreiteten und auf traditionellem Gedankengut basierenden &bdquo;Doktrin&ldquo; vom &bdquo;richtigen&ldquo;, dem r&uuml;ckenschonenden Sitzen. Die &uuml;blicherweise geforderte, aufrechte, lendenlordosengest&uuml;tzte, mit einem rechtwinkeligen H&uuml;ftknick praktizierte Sitzhaltung auf daf&uuml;r normierten St&uuml;hlen kann man zwar einem leblosen K&ouml;rper zumuten, aber nicht einem auf sensomotorische Inanspruchnahme angewiesenen lebendigen Organismus.<br />
	&nbsp;</p>
<p>
	Und wir fangen fr&uuml;h an, diesen Organismus zu einem solchen Sitzverhalten zu &bdquo;dressieren&ldquo;. Bereits den Kindern das (Still-) Sitzen zu lehren ist in den westlichen L&auml;ndern ein wichtiges Gebot. Dabei ist genau ihr lebendiges, &bdquo;zappeliges&ldquo; Sitzverhalten das Paradebeispiel eines physiologisch richtigen Sitzverhaltens und sich daraus ableitender Sitzverh&auml;ltnisse.</p>
<div class="Section1">
	<p>
		<strong>Summary </strong></p>
	<p>
		This article is concentrating on the fact that the traditional Paradigm of a &ldquo;correct sitting posture&rdquo; is no longer valid. &ldquo;Picture perfect&rdquo; posture is in reality a myths and contra productive to the sensomotoric system of a living body. If rigidly followed these static recommendations can be extremely fatiguing. The full force of gravity is carried by the upper body and these results in a body and mind fatigue. The human body is not designed to be static. Numerous scientific studies have shown important interconnections between body, mind and soul. Human live is depending on movement even when we are seated. Physical movement increases oxygen supply and is essential for stimulating cognition. In this way the natural behavior of kids &nbsp;- Resulting from normal subconscious activities, fidgeting is a natural strategy the brain relies on to assure the physical and mental survival strategy - is fundamental in the design and the function of office chair solutions. The design of the human working space is based on the knowledge that the body is not made to sit still for a long periods of time.</p>
	<p align="left" class="MsoNormal" style="text-align: left; line-height: 200%;">
		<b><span>Aufgrund seiner Steinzeit-Gene bekommt dem Menschen das Dauersitzen nicht</span></b></p>
	<p>
		Die Spezies Mensch, die immer noch die Gene des Sammlers und J&auml;gers in sich tr&auml;gt ist nicht f&uuml;r l&auml;ngeres Sitzen geschaffen sondern f&uuml;r die Bewegung. Das senso-neuro-muskul&auml;re und skelettale System ist seit Jahrmillionen von Jahren auf Gehen, Klettern, Hangeln sowie auf diverse Wechselhaltungen wie Liegen oder Kauern auf dem Boden trainiert. So entstand im Laufe der Jahre ein R&uuml;stzeug, das immer weiter vererbt wurde. Es b&uuml;rgt f&uuml;r optimale Abl&auml;ufe im K&ouml;rper - aber eben nur, solange ein Individuum regelm&auml;&szlig;ig in Bewegung bleibt. Bewegungsmangel sowie Arbeitspl&auml;tze mit &uuml;berwiegend sitzender T&auml;tigkeit sind in unserer Genetik noch ebenso wenig eskomptiert wie einseitige repetitive motorische Abl&auml;ufe.</p>
	<p>
		Erschwerend kommt hinzu, dass in den letzen Jahrzehnten Experten und Industrie sich auf eine immer komplexer ausdifferenzierende R&uuml;ckenlehne und ein daran angekn&uuml;pftes Sitzverhalten fokussiert haben (s. o.). Diese &Uuml;berlegungen weisen zwei entscheidende Fehler auf: Erstens kann man aus dieser hinteren Sitzhaltung heraus nicht vern&uuml;nftig an einem Tisch arbeiten. Zweitens gehen sie vom Grundgedanken einer statisch-passiv verstandenen Entlastung der Wirbels&auml;ule bzw. des R&uuml;ckens aus, indem die R&uuml;ckenlehne die ihre zugedachte Aufgabe einer (Beckenkamm-) R&uuml;ckenst&uuml;tze &uuml;bernimmt.</p>
	<p style="margin: 0pt; padding: 0pt;">
		<img alt="" class="ImageLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/Bild01_2.jpg" style="width: 300px; height: 444px;" /></p>
	<p style="margin: 0pt; padding: 0pt;">
		Abb. 1: Der Mythos vom &bdquo;richtigen Sitzen&ldquo;</p>
	<p>
		<br />
		Eigentlich sind die heute arbeitsplatzbezogenen Schmerzsymptome ganz typische physiologische Reaktionen infolge der Tatsache, dass der Mensch sich in einer k&uuml;nstlich geschaffenen Umgebung befindet, f&uuml;r die er eigentlich nicht geschaffen ist.</p>
	<p align="left" class="MsoNormal" style="text-align: left; line-height: 200%;">
		<b><span>Bewegung ist Leben - Leben ist Bewegung. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r ein &bdquo;lebendiges Sitzen&ldquo;</span></b></p>
	<p>
		Wird Haltung, auch die Sitzhaltung, als statische Komponente dem dynamischen Geschehen der Bewegung gegen&uuml;bergestellt, erfolgt damit eine unzul&auml;ssige Reduzierung. Haltung und Bewegung sind nicht - wie vielfach missverstanden - Gegens&auml;tze im Sinne von Statik und Dynamik, sondern m&uuml;ssen als Einheit betrachtet werden.</p>
	<p>
		Nicht nur die Wirbels&auml;ule hat sich innerhalb von etwa f&uuml;nf Millionen Jahren zu einer genialen &bdquo;Architektur und Baukunst&ldquo; vervollkommnet, welche wiederum Modell f&uuml;r viele technische Bauwerke gestanden hat. Sie ist ein maximaler Kompromiss von statischer und kinematischer/dynamischer Beanspruchung und ein h&ouml;chst angepasstes Gebilde f&uuml;r den aufrechten Gang (Reinhardt 2007).</p>
	<p>
		Die Aufrichtung hat auch ein ganz spezielles Sinnessystem entstehen lassen. Dieses ist in der Lage Informationsdaten des K&ouml;pers zu lesen und zu verwerten, wie u. a. die Lage unseres K&ouml;rpers im Raum, die Stellung unserer Gelenke, den Spannungsgrad der Muskulatur. Dieses propriozeptive System ist somit die Basis des f&uuml;r uns als menschliche Wesen speziellen fein abgestuften Zusammenspiels unserer Haltungs- und Bewegungsfunktionen.</p>
	<p>
		So ist die K&ouml;rperhaltung stets das aktive Produkt einer genau abgestimmten Muskelaktivit&auml;t (Dietz 1996 in Ludwig, Schmitt 2006). Dabei erf&uuml;llt das durch das ZNS koordinierte senso-neuro-muskul&auml;re Funktionsgef&uuml;ge zwei wesentliche Aufgaben (vgl. Ludwig, Schmitt 2006). Es soll verhindern, dass</p>
	<ul type="disc">
		<li>
			unser K&ouml;rper umkippt (das externe Gleichgewicht garantieren)</li>
		<li>
			unsere K&ouml;rpersegmente, die sehr beweglich aufgebaut sind, in sich zusammensacken (das interne Gleichgewicht aufrecht erhalten)</li>
	</ul>
	<p>
		Man spricht in diesem Zusammenhang von neurokybernetischen Prozessen. Abweichungen der K&ouml;rperhaltung treten permanent auf, weil wir uns - aufrecht stehend bzw. gehend - in einem labilen Gleichgewichtszustand befinden. Eine minimale &Auml;nderung des Tonus eines haltungsbeeinflussenden Muskels wird automatisch die Lage des hoch liegenden K&ouml;rperschwerpunktes &auml;ndern und damit auch die sensorischen Informationen der Propriozeptoren (Duysens et al. 2000, Patla et al. 1999 in Ludwig, Schmitt 2006). Die motorischen Zentren im Hirnstamm reagieren darauf direkt mit einem Korrekturprogramm, das aus Tonuserh&ouml;hung bzw. Tonusverminderung einzelner Haltemuskeln besteht. Dieses sensomotorische System bewirkt, dass wir stets labil um einen Gleichgewichtszustand pendeln, ohne dies eigentlich bewusst wahrzunehmen. &nbsp;Es ist auch in der Lage drohendes Ungemach im K&ouml;rper fr&uuml;h zu erkennen und entsprechend zu handeln. Je mehr K&ouml;rper- und Bewegungsgef&uuml;hl ein Mensch besitzt, desto bewusster wird das Spannen und Entspannen der Muskulatur erlebt und desto besser ist er auch in der Lage, seine K&ouml;rperhaltung zu kontrollieren und gegebenenfalls zu beeinflussen. Haltung ist also mitnichten ein statischer Zustand und sollte auch nicht in einer statischen Sitzhaltung m&uuml;nden.</p>
	<p align="left" class="MsoNormal" style="text-align: left; line-height: 200%;">
		<b><span>Vom Sitzverhalten der Kinder lernen, hei&szlig; von der Natur lernen.</span></b></p>
	<p>
		F&uuml;hren wir uns hinsichtlich eines daraus abzuleitenden &bdquo;lebendigen Sitzens&ldquo; (ist nicht mit dem &bdquo;Missbrauchten&ldquo; Begriff des dynamischen Sitzens zu verwechseln) das nat&uuml;rliche Sitzverhalten der Kinder vor Augen, wenn sie zum Leidwesen vieler Erwachsener auf ihren starren St&uuml;hlen &bdquo;kippeln&ldquo;. Sie ver&auml;ndern den starren Stuhl in der Weise, dass sie sich unter Nutzung der Stuhlhinter- oder Stuhlvorderbeine in eine dynamische Balance bringen. Somit &bdquo;befreien&ldquo; die Kinder ihr statisch in der Sitzmulde fixiertes Becken und folgen dem nat&uuml;rlichen Bed&uuml;rfnis ihres heranwachsenden K&ouml;rpers.</p>
	<p style="margin: 0pt; padding: 0pt;">
		<o:p><img alt="" class="ImageLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/vs_61091_09.jpg" /></o:p></p>
	<p style="margin: 0pt; padding: 0pt;">
		Abb. 2: &bdquo;von Kindern lernen&ldquo;</p>
	<p>
		<br />
		&Uuml;bertr&auml;gt man diese nat&uuml;rliche und gesunde k&ouml;rperliche &bdquo;Intelligenz&ldquo; des in seiner Ganzheit heranwachsenden Kindes in die Mechanik eines Arbeits- oder auch Konferenz-/Seminarstuhls, so h&auml;tte dies einen betr&auml;chtlichen Nutzen f&uuml;r den in seiner Ganzheit, in seinen k&ouml;rperlichen und geistigen Kr&auml;ften, geforderten Mitarbeiter.</p>
	<p align="left" class="MsoNormal" style="text-align: left; line-height: 200%;">
		<b><span>Die technische Anpassung an den lebendigen Organismus</span></b></p>
	<p>
		Ein Arbeitsstuhl, der sich dem lebendigen Verhalten seines Nutzers anpasst, weist eine auf das individuelle K&ouml;rpergewicht anpassbare und von der Synchronmechanik losgel&ouml;ste frei flie&szlig;ende Sitzfl&auml;che auf. Diese passt sich dem intuitiven und nat&uuml;rlichen Bewegungsbed&uuml;rfnis des K&ouml;rpers an und stabilisiert sich automatisch in den Sitzwinkeln, die der K&ouml;rper bevorzugt oder die Arbeitsaufgaben erfordern. So wird eine vordere Arbeitshaltung durch die Vorw&auml;rtsneigung der Sitzfl&auml;che ebenso aktiv unterst&uuml;tzt wie eine hintere Ruhehaltung bei einer entsprechenden K&ouml;rpergewichtsverlagerung nach hinten.</p>
	<p>
		&bdquo;Unter arbeitsmedizinisch-ergonomischem Aspekt ist gerade das Verhalten eines Sitzes in der vorderen Sitzposition von entscheidender Bedeutung, denn unsere Arbeitshaltung im Berufsalltag ist eben nicht &uuml;berwiegend die entspannte Relaxposition (Sch&ouml;n 2009).&ldquo; Eine Sitzverhaltensanalyse konnte anhand eines speziell entwickelten Aufzeichnungsger&auml;tes sehr eindrucksvoll herausarbeiten, dass unter verschiedenen realistischen (sitzenden) Arbeitsbedingungen und bei entsprechender frei fliesender Sitzneigemechanik die vordere Sitzhaltung eine dominante Rolle einnimmt. Insbesondere trifft dies f&uuml;r Sitzende im B&uuml;ro- und Seminarbereich zu, welche durchschnittlich die H&auml;lfte ihrer T&auml;tigkeiten - einige davon bis zu 87% - in der freien vorderen Sitzposition (ohne Lehnenkontakt) mit bis zu -12 Neigung verbracht haben. Der Rest der Zeit verteilte sich auf eine mittlere und hintere Sitzhaltung.</p>
	<p>
		Zwar wird eine Negativneigung der Sitzfl&auml;che mit mehr als -4&deg; Neigung in Fachkreisen immer noch kontrovers diskutiert, zieht man allerdings die richtungweisende &bdquo;Feldstudie zum dynamischen Sitzen unter verschiedenen Arbeitsplatzbedingungen&ldquo; (Sch&ouml;n 2009, 2000) heran, so ist das Sitzen auf einer solchen, mit einem durchschnittlichen Sitzneigewinkel von -8&deg;, nichts Au&szlig;ergew&ouml;hnliches. Mit diesem Sitzwinkel erreicht der Neigungsgrad der Kreuzbeindeckplattentangente mit 34&deg; fast den Wert, wie ihn eine Person im Stehen mit &bdquo;normaler&ldquo; Beckenkippung (41&deg;) und einer harmonischen Schwingung der Wirbels&auml;ule erreicht (Rauber und Kopsch 1987).</p>
	<p>
		Dreh- und Angelpunkt f&uuml;r eine physiologische Haltungsbelastung ist also die Beckendynamik. Wie die Ergebnisse der einj&auml;hrigen Feldstudie (Sch&ouml;n 2009) in sehr eindrucksvoller Weise herausarbeiten konnten erm&ouml;glicht das Prinzip der frei flie&szlig;enden Sitzfl&auml;che ein &bdquo;individuell lebendiges Sitzen&ldquo;. Das hei&szlig;t, Menschen mit ihrem unterschiedlichen, ureigenen motorischen Temperament k&ouml;nnen ihr individuelles Verhaltensbed&uuml;rfnis auch in der Diversifikation verschiedenster Sitzverhaltensweisen - bei gleichen beruflichen T&auml;tigkeiten - zum Ausdruck bringen. So gab es Probanden, die bez&uuml;glich eines rhythmischen Wechselns von vorderer, mittlerer und hinterer Sitzhaltung (Makrobewegungen) ganze 9 Positionswechsel pro Stunde angewendet haben als auch Probanden, die bis zu 38 Positionswechsel (!) in der Stunde wahrgenommen haben. Dank des speziellen bei der Untersuchung angewendeten Aufzeichnungsger&auml;tes konnten auch die optisch kaum wahrnehmbaren &bdquo;Zappelphilippe&ldquo; herausgefiltert werden, die w&auml;hrend einer bestimmten Sitzneigung immer wiederkehrende dorso-ventrale Mikrobewegungen mit ihrem Becken ausf&uuml;hrten, die ihnen im Nachhinein nicht bewusst waren. Wie fatal w&auml;re hier eine Ausbremsung des so notwendigen rhythmischen Spiel des Beckens durch einen feststellbaren oder festgestellten Neigungswinkel.</p>
	<p style="margin: 0pt; padding: 0pt;">
		<img alt="" class="ImageLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/image003.jpg" style="width: 300px; height: 346px;" /></p>
	<p style="margin: 0pt; padding: 0pt;">
		Abb. 3: &bdquo;freigestellte&ldquo; Negativneigung der Sitzfl&auml;che in Abh&auml;ngigkeit von der Beinstellung<br />
		&nbsp;</p>
	<p>
		Der sitzende Mensch sollte in einer Beziehung zu seinem Stuhl stehen k&ouml;nnen, der sein nat&uuml;rliches und damit lebendiges Verhalten unterst&uuml;tzt und nicht behindert. Stuhl und die nat&uuml;rlich-dynamischen Funktionen des Organismus stellen somit ein System dar. Bei einer frei flie&szlig;enden Sitzneigemechanik vollzieht sich das nat&uuml;rliche und individuelle Sitzverhalten quasi reflektorisch als sensomotorische Reaktion infolge des beweglichen Sitzes. Wie fatal w&auml;re hier eine Ausbremsung des so notwendigen rhythmischen Spiel des Beckens durch einen feststellbaren oder festgestellten Neigungswinkel.</p>
	<p>
		Dieses lebendige Sitzen gew&auml;hrleistet weiterhin, dass F&uuml;&szlig;e und Beine unausweichlich in die Bewegung mit einbezogen werden. Alle Organe, insbesondere auch das Gehirn, werden folglich besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Dies konnte in einer aktuellen Studie zur Untersuchung der Oberk&ouml;rpertemperatur anhand thermografischer Aufnahmen best&auml;tigt werden (Ludwig, Breithecker 2008). Auf der Grundlage der Wirkungskette Bewegung (Zunahme der Muskelaktivit&auml;t), Zunahme der Muskeldurchblutung, Vertiefung der Atmung, Zunahme der Sauerstoffkonzentration im Blut kommt es auch zu besseren Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistungen (Dordel, Breithecker 2003).</p>
	<p align="left" class="MsoNormal" style="text-align: left; line-height: 200%;">
		<b><span>Fazit: Lebendiges Sitzen, eine Referenz an unsere genetisch veranlagten Bewegungsbed&uuml;rfnisse</span></b></p>
	<p>
		Wir k&ouml;nnen uns nicht nur bewegen, wir m&uuml;ssen uns bewegen. Denn auf eines ist das Erfolgsmodell Homo sapiens gar nicht eingestellt: Bewegungsmangel und stundenlanges Sitzen mit Stilllegung des Beckens auf einer starren Sitzfl&auml;che bei gleichzeitiger Verlagerung der sensorischen Informationen zugunsten visueller und zuungunsten propriozeptiver Anteile. Folglich muss die Zauberformel der Pr&auml;vention lauten: &bdquo;Abwechslung und Bewegung &ldquo;. Auch Sitzen muss ein St&uuml;ck Freiheit zur Bewegung bedeuten, und hier sind insbesondere die Freistellung des Beckens und ein damit einhergehender erweiterter Spielraum f&uuml;r die Beine angesprochen.</p>
	<p>
		Dadurch werden</p>
	<ul>
		<li>
			die Wirbels&auml;ulenschwingungen regelm&auml;&szlig;ig ver&auml;ndert,</li>
		<li>
			die Bandscheiben permanent mit N&auml;hrstoffen versorgt,</li>
		<li>
			die komplexen R&uuml;ckenmuskeln stimuliert,</li>
		<li>
			die &uuml;ber 100 Gelenke an der Wirbels&auml;ule in Bewegung gehalten</li>
		<li>
			die inneren Organe dynamisch aktiviert</li>
		<li>
			die Blutzirkulation und damit Sauerstoffversorgung optimiert</li>
		<li>
			die Hirnstoffwechselprozesse und damit Aufmerksamkeit und Konzentration aufrechterhalten.</li>
	</ul>
	<p>
		Mobilit&auml;tsf&ouml;rderung am Arbeitsplatz muss aber weit &uuml;ber das lebendige Sitzen hinausgehen. Biologische Funktionen ben&ouml;tigen komplexe Reize zur Eigenst&auml;rkung. Denn nicht &Uuml;ber-, sondern Unterforderung des menschlichen Haltungs- und Bewegungssystems ist Ursache f&uuml;r die typischen Leiden der Sitzberufler. Folglich ben&ouml;tigt er ein Umfeld welches zu vielf&auml;ltigen &bdquo;Wechselhaltungen&ldquo; und Bewegung animiert. Empfohlen wird folgende durchschnittliche Verteilung w&auml;hrend eines B&uuml;roalltages:</p>
	<ul>
		<li>
			<span>60% Sitzen (lebendiges Sitzen)</span></li>
		<li>
			<span>30% Stehen</span></li>
		<li>
			<span>10% Bewegung im Raum</span></li>
	</ul>
	<p style="margin: 0pt; padding: 0pt;">
		<img alt="" class="ImageLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/image002.jpg" style="width: 300px; height: 302px;" /></p>
	<p style="margin: 0pt; padding: 0pt;">
		Abb. 4: geistige Beweglichkeit braucht einen lebenden Organismus. Bewege Deinen K&ouml;rper und Dein Geist wird Dir folgen.</p>
	<div style="clear: left;">
		<h3>
			<br />
			Literatur:</h3>
		<p>
			Dordel, S.; Breithecker, D.&nbsp; (2003): Bewegte Schule als Chance einer F&ouml;rderung der Lern- und Leistungsf&auml;higkeit. Haltung und Bewegung 2, 5-15</p>
		<p>
			Ludwig, O., Schmitt, E. (2006): Neurokybernetik der K&ouml;rperhaltung. Haltung &amp; Bewegung 1, 5 &ndash; 14</p>
		<p>
			Ludwig, O.; Breithecker, D. (2008): Untersuchung zur &Auml;nderung der Oberk&ouml;rperdurchblutung w&auml;hrend des Sitzens auf St&uuml;hlen mit beweglicher Sitzfl&auml;che. Haltung und Bewegung 3, 5-12</p>
		<p>
			Reinhardt, B. (2007): Ohne R&uuml;ckenschmerz bis ins hohe Alter. Knaur Ratgeber Verlag. M&uuml;nchen</p>
		<p>
			Sch&ouml;n, F. (2009): Feldstudie zum dynamischen Sitzen unter verschiedenen Arbeitsplatzbedingungen. Zentralblatt f&uuml;r Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie 2, 44-55</p>
		<p>
			Rauber, A; Kopsch, F. (1987): Anatomie des Menschen, Band 1: Bewegungsapparat. Thieme. Stuttgart</p>
		<p>
			<o:p>&nbsp;</o:p></p>
		<p>
			Dr. Dieter Breithecker<br />
			Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft f&uuml;r Haltungs- und Bewegungsf&ouml;rderung e. V.<br />
			Wiesbaden</p>
		<p>
			<a href="mailto:breithecker@haltungundbewegung.de">breithecker@haltungundbewegung.de</a></p>
	</div>
</div>
<p>
	<a href="#seitenanfang" style="float: right;">Zum Seitenanfang</a></p><br /><a href='http://www.haltungbewegung.de'>Admin</a>]]></description>
      <link>http://www.haltungbewegung.de/körperliche-und-geistige-gesundheit-braucht-einen-haltungswechsel.aspx</link>
      <comments>http://www.haltungbewegung.de/körperliche-und-geistige-gesundheit-braucht-einen-haltungswechsel.aspx</comments>
      <guid isPermaLink="true">http://www.haltungbewegung.de/körperliche-und-geistige-gesundheit-braucht-einen-haltungswechsel.aspx</guid>
      <pubDate>Thu, 25 Feb 2010 21:17:42 GMT</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Vom lebendigen Sitzen zum lebendigem Arbeiten</title>
      <description><![CDATA[<p>
	<strong><br />
	Zusammenfassung</strong></p>
<p>
	Dieser Beitrag steht f&uuml;r einen grundlegenden Paradigmenwechsel hinsichtlich der noch weit verbreiteten und auf traditionellem Gedankengut basierenden &bdquo;Doktrin&ldquo; vom &bdquo;richtigen&ldquo;, dem r&uuml;ckenschonenden Sitzen. Die &uuml;blicherweise geforderte, aufrechte, lendenlordosengest&uuml;tzte, mit einem rechtwinkeligen H&uuml;ftknick praktizierte Sitzhaltung auf daf&uuml;r normierten St&uuml;hlen kann man zwar einem leblosen K&ouml;rper zumuten, aber nicht einem auf sensomotorische Inanspruchnahme angewiesenen lebendigen Organismus.</p>
<h3>
	Aufgrund seiner Steinzeit-Gene bekommt dem Menschen das Dauersitzen nicht</h3>
<p>
	Die Spezies Mensch ist nicht f&uuml;r l&auml;ngeres Sitzen geschaffen sondern f&uuml;r die Bewegung (. . . ist mehr als Sport). Das senso-neuro-muskul&auml;re und skelettale System ist seit Jahrmillionen von Jahren auf Gehen, Klettern, Hangeln sowie auf diverse Wechselhaltungen wie Liegen oder Kauern auf dem Boden trainiert. So entstand im Laufe der Jahre ein R&uuml;stzeug, das immer weiter vererbt wurde. Es b&uuml;rgt f&uuml;r optimale Abl&auml;ufe im K&ouml;rper - aber eben nur, solange ein Individuum regelm&auml;&szlig;ig in Bewegung bleibt. Eigentlich sind die heute arbeitsplatzbezogenen Schmerzsymptome ganz typische physiologische Reaktionen infolge der Tatsache, dass der Mensch sich in einer k&uuml;nstlich geschaffenen Umgebung befindet, f&uuml;r die er eigentlich nicht geschaffen ist.</p>
<h3>
	Leben ist Bewegung. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r ein &bdquo;lebendiges Sitzen&ldquo;</h3>
<p>
	Wird Haltung, auch die Sitzhaltung, als statische Komponente dem dynamischen Geschehen der Bewegung gegen&uuml;bergestellt, erfolgt damit eine unzul&auml;ssige Reduzierung. Haltung und Bewegung sind nicht - wie vielfach missverstanden - Gegens&auml;tze im Sinne von Statik und Dynamik, sondern m&uuml;ssen als Einheit betrachtet werden.</p>
<p>
	Die K&ouml;rperhaltung ist stets das aktive Produkt einer genau abgestimmten Muskelaktivit&auml;t (Dietz 1996 in Ludwig, Schmitt 2006). Dabei erf&uuml;llt das durch das ZNS koordinierte senso-neuro-muskul&auml;re Funktionsgef&uuml;ge zwei wesentliche Aufgaben (vgl. Ludwig 2006). Es soll verhindern, dass</p>
<ul type="disc">
	<li>
		unser K&ouml;rper umkippt (das externe Gleichgewicht garantieren)</li>
	<li>
		unsere K&ouml;rpersegmente, die sehr beweglich aufgebaut sind, in sich zusammensacken (das interne Gleichgewicht aufrechterhalten).</li>
</ul>
<p>
	Dieser sensomotorische Vorgang bewirkt, dass wir stets labil um einen Gleichgewichtszustand pendeln, ohne dies eigentlich bewusst wahrzunehmen. Haltung ist also mitnichten ein statischer Zustand und sollte auch nicht in einer statischen Sitzhaltung m&uuml;nden!</p>
<h3>
	Vom Sitzverhalten der Kinder lernen, hei&szlig; von der Natur lernen</h3>
<p>
	F&uuml;hren wir uns hinsichtlich eines &bdquo;lebendigen Sitzens&ldquo; (Bitte nicht mit dem dynamischen Sitzen verwechseln) das nat&uuml;rliche Sitzverhalten der Kinder vor Augen, wenn sie zum Leidwesen vieler Erwachsener auf ihren starren St&uuml;hlen &bdquo;kippeln&ldquo;. Sie ver&auml;ndern den starren Stuhl in der Weise, dass sie sich unter Nutzung der Stuhlhinter- oder Stuhlvorderbeine in eine dynamische Balance bringen. Somit &bdquo;befreien&ldquo; die Kinder ihr statisch in der Sitzmulde fixiertes Becken und folgen dem nat&uuml;rlichen Bed&uuml;rfnis ihres heranwachsenden K&ouml;rpers.</p>
<p class="zeroSpace">
	<img alt="" class="BildLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/vs_61091_09.jpg" style="width: 320px; height: 290px;" /></p>
<p>
	Abb. 1: &bdquo;von Kindern lernen&ldquo;</p>
<p>
	&Uuml;bertr&auml;gt man diese nat&uuml;rliche und gesunde k&ouml;rperliche Intelligenz des Kindes in die Mechanik eines Arbeits- oder auch Konferenz-/Seminarstuhls, so h&auml;tte dies einen betr&auml;chtlichen Nutzen f&uuml;r den in seiner Ganzheit, in seinen k&ouml;rperlichen und geistigen Kr&auml;ften, geforderten Mitarbeiter.</p>
<div style="clear: left;">
	<br />
	<h3>
		Die technische Anpassung an den lebendigen Organismus</h3>
	<p class="zeroSpace">
		<img alt="" class="BildLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/image003.jpg" style="width: 320px; height: 369px;" /></p>
	<p>
		Abb. 2: &bdquo;freigestellte&ldquo; Negativneigung der Sitzfl&auml;che in Abh&auml;ngigkeit von der Beinstellung</p>
	<p>
		Ein Arbeitsstuhl, der sich den lebendigen Funktionen seines Nutzers anpasst, weist eine auf das individuelle K&ouml;rpergewicht anpassbare und von der Synchronmechanik losgel&ouml;ste frei flie&szlig;ende Sitzfl&auml;che auf. Diese passt sich dem intuitiven und nat&uuml;rlichen Bewegungsbed&uuml;rfnis des K&ouml;rpers an und stabilisiert sich automatisch in den Sitzwinkeln, die der K&ouml;rper bevorzugt oder die Arbeitsaufgaben erfordern. Dreh- und Angelpunkt f&uuml;r eine physiologische Haltungsbelastung ist die Beckendynamik. Wie die Ergebnisse einer einj&auml;hrigen Feldstudie (Sch&ouml;n 2009) in sehr eindrucksvoller Weise herausarbeiten konnten, erm&ouml;glicht das Prinzip der frei flie&szlig;enden Sitzfl&auml;che ein &bdquo;individuell lebendiges Sitzen&ldquo;. Das hei&szlig;t, Menschen mit ihrem unterschiedlichen, ureigenen motorischen Temperament k&ouml;nnen ihr individuelles Verhaltensbed&uuml;rfnis auch in der Diversifikation verschiedenster Sitzverhaltensweisen zum Ausdruck bringen. So gab es Probanden, die bez&uuml;glich eines rhythmischen Wechselns von vorderer, mittlerer und hinterer Sitzhaltung ganze 9 Positionswechsel pro Stunde angewendet haben als auch Probanden, die bis zu 38 Positionswechsel (!) in der Stunde wahrgenommen haben. Wie fatal w&auml;re hier eine Ausbremsung des so notwendigen rhythmischen Spiel des Beckens durch einen feststellbaren oder festgestellten Neigungswinkel.</p>
	<div style="clear: left;">
		<h3>
			Vom lebendigen Sitzen zum lebendigen Arbeiten</h3>
		<p>
			Mobilit&auml;tsf&ouml;rderung am Arbeitsplatz geht nat&uuml;rlich weit &uuml;ber das lebendige Sitzen hinaus. K&ouml;rperliche und geistige Funktionen ben&ouml;tigen ein Umfeld welches zu vielf&auml;ltigen &bdquo;Wechselhaltungen&ldquo; und Bewegung animieren. Empfohlen wird folgende durchschnittliche Verteilung w&auml;hrend eines B&uuml;roalltages:</p>
		<ul>
			<li>
				60% Sitzen (lebendiges Sitzen)</li>
			<li>
				30% Stehen</li>
			<li>
				10% Bewegung im Raum</li>
		</ul>
		<p>
			Der bekannteste Haltungswechsel ist der vom Sitzen zum Stehen. Die Vorteile einer stehenden K&ouml;rperhaltung gegen&uuml;ber der traditionellen Sitzhaltung sind hinl&auml;nglich bekannt. Stehen am Ort ist aber trotz regelm&auml;&szlig;iger Standbeinwechsel sehr anstrengend und harte Arbeit f&uuml;r unsere Gelenke und Muskeln. Um eine &Uuml;berbelastung der Beine zu verhindern und trotzdem die Vorteile einer stehenden Haltung &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum zur erhalten, bieten sich folgende Hilfen an.</p>
		<h3>
			Fu&szlig;st&uuml;tze</h3>
		<p>
			Stellen Sie abwechselnd ein Bein auf eine Fu&szlig;st&uuml;tze (ca. 15 cm H&ouml;he)! Dieser &bdquo;Thekenstand&ldquo; optimiert die Gewichtsverteilung im Stehen. St&uuml;tzen Sie sich dabei mit den Unterarmen auf der Tischplatte ab.</p>
		<h3>
			Sitz-, Stehhilfe</h3>
		<p class="zeroSpace">
			<img alt="" class="BildLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/image006.jpg" style="width: 320px; height: 200px;" /></p>
		<p>
			Abb. 3: Bewege Deinen K&ouml;rper und Dein Geist wird Dir folgen</p>
		<p>
			Es sind vor allem solche Sitz-, Stehhilfen zu empfehlen, die Sitzpositionen in verschiedenen H&ouml;hen zulassen, die eine ergonomische Vorneigung der Mittels&auml;ule aufweisen in der man ein Teil des K&ouml;rpergewichts an die Sitz-Steh-Hilfe abgibt und den Rest mit den Beinen tr&auml;gt und die eine frei fliesende Beckendynamik bei guter progressiver D&auml;mpfung erm&ouml;glichen.</p>
		<div style="clear: left;">
			<h3>
				<br />
				Elastische Bodenmatte</h3>
			<p class="zeroSpace">
				<img alt="" class="BildLinks" src="http://www.haltungbewegung.de/Data/Sites/4/media/Bilder/Arbeitswelt/image005.jpg" style="width: 320px; height: 240px;" /></p>
			<p>
				Abb. 4: Bewegungsaktivierende Bodengestaltung</p>
			<p>
				Bei stehenden T&auml;tigkeiten erweist sich ein harter Fu&szlig;boden als nicht so angenehm wie ein weicher. Hier k&ouml;nnen spezielle elastische Bodenmatten (Spezialschaumstoff) Abhilfe schaffen. Ihre weiche, elastische Struktur vermittelt nicht nur ein angenehmes, wohltuendes Gef&uuml;hl (Bitte Schuhe ausziehen!) sondern die auf den Matten in die Wege geleitete Fu&szlig;aktivit&auml;t trainiert die Beinvenen und f&ouml;rdert die taktil-propriozeptive Leistungsf&auml;higkeit.</p>
			<div style="clear: left;">
				<h3>
					<br />
					Jeder Schritt z&auml;hlt</h3>
				<p>
					Hat ein Mensch vor etwa 100 Jahren an einem Tag so viele Schritte get&auml;tigt, dass dadurch im Schnitt eine Strecke von 17 km zum Tragen kam, sind es bei einem B&uuml;roangestellten von Heute etwa noch ca. 700 m. Zehn konkreten Tipps f&uuml;r mehr Schritte im B&uuml;roalltag:</p>
				<ul type="disc">
					<li>
						Meetings/Konferenzen in R&auml;umen durchf&uuml;hren ohne St&uuml;hle daf&uuml;r Stehpulte</li>
					<li>
						Besprechungen und Telefonate weitestgehend im Stehen oder dabei Auf- und Abgehen.</li>
					<li>
						Verzichten Sie auf Aufz&uuml;ge und Rolltreppen und nehmen stattdessen die Treppe.</li>
					<li>
						Holen Sie Dinge selbst, statt diese sich mitbringen zu lassen</li>
					<li>
						Richten Sie es ein, dass Sie zum Kopieren, Ausdrucken und &auml;hnlichen T&auml;tigkeiten&nbsp;&nbsp; ihr B&uuml;ro verlassen m&uuml;ssen.</li>
					<li>
						&Uuml;berlegen Sie sich einen &bdquo;bewegten&ldquo; Weg zur Arbeit (zu Fu&szlig;, mit dem Fahrrad, eine U-Bahn / Bus Station fr&uuml;her aussteigen, den Parkplatz f&uuml;r das Auto ca. 10 Minuten vom Arbeitsplatz entfernt w&auml;hlen.</li>
					<li>
						Praktizieren sie kurze / l&auml;ngere Spazierg&auml;nge in der Pause / zu Hause</li>
					<li>
						Wenn Sie &uuml;ber etwas Nachdenken m&uuml;ssen, gehen Sie ein paar Schritte. Das hilft!</li>
					<li>
						Organisieren Sie Ihre Arbeitsabl&auml;ufe so, dass Wege entstehen, z. B. Verlagerung des Druckers und des Kopierers in einen anderen Raum, Mitarbeiter pers&ouml;nlich aufsuchen, anstatt eine E-Mail zu versenden.</li>
					<li>
						F&uuml;hren Sie Besprechungen w&auml;hrend eines Spazierganges im Freien durch.</li>
				</ul>
				<p>
					Literatur beim Verfasser:</p>
				<p>
					Dr. Dieter Breithecker<br />
					<a href="mailto:breithecker@haltungbewegung.de">breithecker@haltungbewegung.de</a><br />
					Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft f&uuml;r Haltungs- und Bewegungsf&ouml;rderung e. V.<br />
					Wiesbaden</p>
				<p>
					<a href="http://www.human-design-welten.de/">www.human-design-welten.de</a></p>
			</div>
		</div>
	</div>
</div>
<p>
	<a href="#seitenanfang" style="float: right;">Zum Seitenanfang</a></p><br /><a href='http://www.haltungbewegung.de'>Admin</a>]]></description>
      <link>http://www.haltungbewegung.de/vom-lebendigen-sitzen-zum-lebendigem-arbeiten.aspx</link>
      <comments>http://www.haltungbewegung.de/vom-lebendigen-sitzen-zum-lebendigem-arbeiten.aspx</comments>
      <guid isPermaLink="true">http://www.haltungbewegung.de/vom-lebendigen-sitzen-zum-lebendigem-arbeiten.aspx</guid>
      <pubDate>Thu, 25 Feb 2010 21:11:40 GMT</pubDate>
    </item>
  </channel>
</rss>
